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Anliegen A-Z: Verkehrsberuhigte Bereiche

Beschreibung

Die Kennzeichnung von verkehrsberuhigten Bereichen setzt voraus, dass die in Betracht kommenden Straßen, insbesondere durch geschwindigkeitsmindernde, bauliche Maßnahmen, überwiegend Aufenthalts- und Erschließungsfunktionen haben. Maßgebend für die Beschilderung von verkehrsberuhigten Bereichen ist somit eine Umgestaltung des Straßenraumes.
Innerhalb dieses Bereichs gilt:
  1. Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt.
  2. Der Fahrzeugverkehr muß Schrittgeschwindigkeit einhalten.
  3. Die Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern; wenn nötig müssen sie warten.
  4. Die Fußgänger dürfen den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.
  5. Das Parken ist außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen, zum Be- oder Entladen.
  6. Wer aus einem verkehrsberuhigten Bereich in eine andere Straße fährt (auch in einer Tempo 30-Zone) hat grundsätzlich keine Vorfahrt!
Die Anordnung von verkehrsberuhigte Bereichen kann bei der Stadtverwaltung beantragt werden, wenn die Voraussetzungen und Merkmale vorliegen. Eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter ist sinnvoll, um die Möglichkeiten und Modalitäten abzustimmen.
Verkehrsberuhigte Bereiche müssen durch ihre Gestaltung den Eindruck vermitteln, dass der Fahrzeugverkehr hier eine untergeordnete Bedeutung hat. Der Ausbau der Straße soll sich deutlich von angrenzenden Straßen unterscheiden. In der Regel ist ein niveaugleicher Ausbau für die ganze Straßenbreite erforderlich.
Verkehrsberuhigte Bereiche dürfen von Fußgängern zwar in ihrer ganzen Breite benutzt werden. Das bedeutet aber nicht, dass auch Fahrzeugführern ermöglicht werden muß, die Straße überall zu befahren. Daher ist es im Einzelfall zweckmäßig, Flächen für Fußgänger zu reservieren und diese in geeigneter Weise (z.B. durch Poller, Bewuchs) von dem befahrbaren Bereich abzugrenzen.
Die Straße muß ein Befahren für alle dort zu erwartenden Fahrzeugarten gestatten.
Der Parkraumbedarf sollte in angemessener Weise berücksichtigt werden. Die zum Parken bestimmten Flächen innerhalb des verkehrsberuhigten Bereichs brauchen nicht durch Parkplatzschilder gekennzeichnet zu sein. Es genügt eine andere Kennzeichnung z.B. eine Bodenmarkierung oder Pflasterwechsel.

Zuständige Organisationseinheit(en)

Ansprechpartner

Herr Volker Steckmeier
E-Mail:
Telefon: 02242/888-178