Friedhof Geistingen: Urnengemeinschaftsgrab

Urnengemeinschaftsgrab jetzt auch auf dem Friedhof in Geistingen.

Urnengemeinschaftsgrab jetzt auch auf dem Friedhof in Geistingen.

(18.7.2017, ms) Traditionelle Wahl- und Reihengräber sind schöne, kreativ gestaltete Orte der Erinnerung und Ausdruck familiären Zusammenhaltes über den Tod des Einzelnen hinaus. Für immer mehr Familien kann die langfristige Pflege allerdings ein Problem werden: Wenn die nächsten Angehörigen beispielsweise nicht mehr am Ort wohnen, wird es schwierig, die Pflanzungen über die gesamte Ruhezeit von 25 Jahren in Ordnung zu halten. Eine Lösung bietet das Urnengemeinschaftsgrab. Der Angehörige wird im vertrauten Friedhofsumfeld beigesetzt, die Grabpflege übernimmt die Stadt Hennef beziehungsweise eine von ihr beauftragte Firma.

In Hennef wurden auf dem Friedhof Steinstraße bereits vier Urnengemeinschaftsgräber eingerichtet, in denen 76 Urnen ihren Ruheplatz fanden. Hierzu konnte die Stadt Hennef auf dem Friedhof Steinstraße auf historische, denkmalgeschützte Grabstätten zurückgreifen.

Auf dem Geistinger Friedhof in der Schulstraße sind große, stattliche Denkmäler deutlich seltener. Als im letzten Jahr die Grabstätte der Geistinger Pastoren auslief, ausgestattet mit einem Stein aus dem 19. Jahrhundert, bot sich die Gelegenheit für die Umgestaltung zum Urnengemeinschaftsgrab. Steinmetz Edmund Heller rahmte den alten Liegestein mit einer modernen Anlage aus schwarzem Indisch Impala Granit ein, in die sechs Stelen zur Aufnahme der Namen und Lebensdaten der Beigesetzten integriert wurden. Die dauerhafte gärtnerische Unterhaltung für die gesamte Ruhezeit ist in den städtischen Gebühren von 1.910 Euro bereits enthalten.

Die Grünflächenkommission des Klima- und Umweltausschusses machte sich am 13. Juli dieses Jahres von der fertiggestellten und frisch bepflanzten Anlage ein Bild vor Ort und zeigte sich zufrieden. Damit ist ein erster Schritt des jüngst im Ausschuss beschlossenen Aktionsprogramms Hennefer Friedhöfe umgesetzt.




© Stadt Hennef