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Horstmannsteg: Gespräche wieder aufgenommen

Mehr als 300 Bürgerinnen und Bürger kamen zu der Informationsveranstaltung des Heimat- und Verschönerungsverein Allner und der Werbegemeinschaft Hennef zum Thema „Ersatzneubau der Brücke am Horstmannsteg“ auf dem Stadtsoldatenplatz.

Mehr als 300 Bürgerinnen und Bürger kamen zu der Informationsveranstaltung des Heimat- und Verschönerungsverein Allner und der Werbegemeinschaft Hennef zum Thema „Ersatzneubau der Brücke am Horstmannsteg“ auf dem Stadtsoldatenplatz.

Bürgermeister Klaus Pipke (rechts) berichtete über den aktuellen Stand.

Bürgermeister Klaus Pipke (rechts) berichtete über den aktuellen Stand.

(20.4.2017, ms) „Das lässt hoffen“ sagte Bürgermeister Klaus Pipke. Denn aufgrund seiner Initiative werden nun die Gespräche zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW und der Stadt Hennef zum Bau der neuen Brücke am Horstmannsteg wieder aufgenommen. Sich dafür einzusetzen, hatte er den Hennefer Bürgerinnen und Bürgern bei der gestrigen Informationsveranstaltung des Heimat- und Verschönerungsverein Allner und der Werbegemeinschaft Hennef zum Thema „Ersatzneubau der Brücke am Horstmannsteg“ auf dem Stadtsoldatenplatz versprochen. Nach einem Telefonat mit Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises, lud dieser die Vertreter des BUND und der Stadt Hennef zu weiteren Gesprächen ein.

Die Klage des BUND

Im Dezember 2016 reichte der BUND eine Klage gegen den Rhein-Sieg-Kreis mit aufschiebender Wirkung gegen die Befreiung von der Festsetzung des Landschaftsschutzes ein. Die Stadt Hennef verlor damit das Baurecht. Auf die Anordnung des Kreises im April 2017 auf sofortige Vollziehung der Befreiung aus dem Landschaftsschutz, legte der BUND Rechtsmittel ein. Der Bau der Brücke kann nicht umgesetzt werden.

„Wir haben bei der Neuplanung der bestehenden Brücke, alle rechtmäßigen Verfahrensschritte eingehalten und alle Beteiligten einbezogen. Auch der BUND war eingebunden. Auf Hinweise des BUND haben wir sogar die Ausführung der Brücke angepasst“, sagte Bürgermeister Klaus Pipke und erklärte weiter: „Das gesamte Verfahren ist sauber und korrekt und ohne Verzögerungen abgelaufen. Gerade weil es sich um ein so sensibles Gebiet handelt, sind wir sehr gründlich und gewissenhaft vorgegangen und haben alle politischen und fachlichen Gremien eingebunden. Zudem hat die Kommunalaufsicht aufgrund der vom BUND gestellten Fachaufsichtsbeschwerde das Verfahren geprüft und keine Verfahrensfehler festgestellt.“

Vorteile der neuen Brücke

Die wiederhergestellte Wegeverbindung in den Zentralort ist hochwassersicher und barrierefrei und berücksichtigt die Belange des Natur- und Umweltschutzes. Die neue Brücke mit einer Länge von rund 219 Metern ist rund zehn Meter kürzer als die alte Brücke. Es gibt größere Stützweiten und keine Pfeiler in Siegnähe und damit weniger Strömungswiderstand bei Hochwasser.

Wegfall des Horstmannstegs

Wenn nun die seit Jahrzehnten bestehende gewidmete Wegebeziehung wegfalle, so Pipke, schade das der Umwelt und den Bürgern in ganz erheblichem Maße. Denn der PKW-Verkehr nimmt dann rasant zu, da eine wichtige, kurze, niederschwellige und angstfreie Verbindung ins Zentrum verloren geht. Nicht nur ein Schulweg geht verloren, auch ältere Mitbürger werden vom Leben in der City und damit der Teilhabe abgeschnitten. Bürgermeister Klaus Pipke betonte, dass das eine Katastrophe sei, da Hennef durch die Sieg und die Bahnlinie ohnehin zerrissen sei. Und weil die Sieg mitten im Zentrum liege, würde dann auch dieses Landschaftsschutzgebiet mehr belastet. „Niemand gewinnt, alle werden verlieren, auch der BUND. Mit einem Brückenneubau könnten wir all das vermeiden.“




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