Fachbereich Abwasser

Anfahrsplan zur Kläranlage

Der Fachbereich Abwasser der Stadtbetriebe Hennef AöR ist zuständig für die Regen- und Schmutzwasserentsorgung.

Stadtbetriebe Hennef AöR - Fachbereich Abwasser, Siegaue 2, 53773 Hennef, Tel.: 02242 / 888-0

Anfahrt_Abwasserwerk.pdf

Anfahrsplan zur Kläranlage

130 K

Abwasseranlagen in Zahlen

  • Kanalnetzlänge: ca. 425 km
    • dav. 200 km Schmutzwasser
    • dav. 145 km Regenwasser
    • dav. 80 km Mischwasser
  • Abwasserpumpwerke: 71
  • Druckleitungen: 27 km
  • Sonderbauwerke 60
    • z.B.: Stauraumkanäle, Rückhaltekanäle, Regenrückhaltebecken, Regenklärbecken, Regenüberlaufbauwerke, Düker
  • Einleitstellen: ca. 200
  • Schächte: ca. 11.500
  • Kläranlagen: 2 (Hennef + Dondorf)
  • Grundstücksanschlussleitungen: ca. 30.000

Der Kanal ist kein Mülleimer

Speisereste, erkaltetes Fonduefett, Kleidungsstücke, Hygieneartikel, Baustoffe, Schutt - all das landet in der Kanalisation, zuweilen durch unsachgemäß verbundene Rohrleitungen, zuweilen einfach durch die Toilette, die nicht selten als Abfalleimer missbraucht wird: "Wat fott es es fott!" Dieses Verhalten bringt zahlreiche Probleme mit sich: Müll und Abfälle verstopfen die Rohrleitungen, gelangen bis zum Klärwerk und müssen dort als Reststoffe entsorgt werden.

Ein Beispiel: Man sollte es kaum glauben, aber es kommt immer mal wieder vor, dass kleinere Kleidungsstücke oder gebrauchte Putzlappen durch die Toilette entsorgt werden. Für den Bürger, der das stille Örtchen derart zweckentfremdet, scheint die Sache damit erledigt, er ahnt nicht, was er auslöst. Der Stoff wandert durch den Kanal und gerät in eine Pumpstation, die das Wasser aufgrund topografischer Gegebenheiten nach oben pumpen muss. Die Pumpe verstopft und wird somit außer Betrieb gesetzt, es gibt einen Stau in der Rohrleitung und über kurz oder lang einen Rückstau bis in die Hausanschlüsse. Ein Reparaturteam des Abwasserwerks muss ausrücken, die Pumpe ausbauen, reinigen, in Stand setzen, wieder einbauen und in Gang setzen. Die Beseitigung der Schäden ist also stets mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, immer leidet auch die Allgemeinheit unter den Folgen. Die Beseitigung der Reststoffe ist ebenfalls kostenintensiv, nicht selten müssen sie als Sonderabfall aufwändig entsorgt werden.

Ein weiteres großes Problem sind Fette, die aus privaten Haushalten in die öffentliche Abwasseranlage gelangen. Davon abgesehen, dass einige Zeitgenossen ihr verbrauchtes Fonduefett durch die Toilette entsorgen, gelangen große Mengen Fett direkt aus der Spülmaschine in den Kanal. Hier setzt es sich beim Erkalten des Abwassers an den Rohrwandungen, in den Schachtbauwerken und letztendlich in den Abwasserpumpstationen und in den Kläranlagen ab. Die Folgen: Rohre verengen zusehends, Abwasseranlagen funktionieren nicht mehr korrekt. Die Beseitigung der Fettrückstände ist mit hohem technischem und finanziellem Aufwand verbunden.

Was darf in die Kanalisation?
Wie verhalte ich mich richtig?

Ganz einfach: In die Kanalisation gehört ausschließlich häusliches Schmutzwasser und auf den Grundstücken anfallendes Niederschlagswasser. Nicht hinein gehören Reste und Abfälle aus der Speisenzubereitung und Lebensmittelverarbeitung, Hygieneartikel, Utensilien aus der Haushaltspflege und der Gebäudereinigung und ähnliche Abfälle. Diese müssen den entsprechenden Entsorgungswegen - Restmülltonne, Bioabfall, Kompost - zugeführt werden, sie haben im Kanal nichts zu suchen. FETTE: vor dem Spülen Teller, Schüsseln, Töpfe und Pfannen kurz mit einem Papiertuch von der Haushaltsrolle abwischen und so den größten Teil des Fettes zum Restmüll geben.

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