Am Anfang fand ich dies störend, denn man wird immer wieder aus dem Lesefluss heraus gerissen. Ignorieren kann man das Zusatzmaterial aber nicht, weil dort wichtige Informationen vorkommen und langsam gewöhnt man sich auch daran. Außerdem nimmt einen recht bald die Geschichte des zwölfjährigen hochbegabten T.S. Spivet gefangen, der auf einer Ranch in Montana aufwächst und eben anders ist als seine Geschwister und sein Vater. Mit acht Jahren hat er angefangen, die Welt und sein alltägliches Leben zu kartieren und füllt damit Buch um Buch. Nur seine Mutter ist auch wissenschaftlich interessiert! Sein Förderer hat heimlich ohne das Wissen von T.S. dessen Werke eingeschickt und so ruft eines Tages ein Vertreter des Smithsonian Instituts an, um ihm mitzuteilen, dass er der diesjährige Preisträger ist, nicht ahnend, einen erst Zwölfjährigen vor sich zu haben. Und damit beginnt die Geschichte – T.S. (Tecumseh Sparrow) macht sich heimlich und allein auf den Weg, wie ein Hobo als blinder Passagier mit Güterzügen fahrend, wird überfallen und lernt, aus seiner kleinen Welt herausgerissen, das richtige Leben kennen, mit dem er sich als manchmal schon recht weltfremder Mensch auseinander setzen muss. Ebenso spannend wird das von der Mutter beschriebene Leben der Vorfahrin Emma dargestellt, über das T.S. während seiner Zugfahrt liest. Mit einem ungemeinen Aufwand an Zusatzmaterial stellt der Autor die Welt aus der Sichtweise dieses Jungen dar, die Aufzählung, wann man erwachsen ist, ist einfach köstlich und stimmt dennoch nachdenklich und an manchen Stellen ist der Roman einfach nur rührend.
Fazit: ein Buch, von dem ich dankbar bin, dass es mir empfohlen wurde!
Martina Hamacher (11/2009)
Sie finden dieses Buch sowohl im Belletristik-Regal als auch im Bestseller-Regal unter Zba Lars.