HENNEF-TWITTER

Mehr Informationen














STADTPLAN

Mehr Informationen

NETZWERKE

Bookmark and Share


Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

„Mattia hatte gelernt, dass es Paare von Primzahlen gab, zwischen denen immer eine gerade Zahl stand, die verhinderte, dass sie sich berührten. In Mattias Augen waren sie beide, Alice und er, genau dies: Primzahlen, allein und verloren, sich nahe, aber doch nicht nahe genug, um einander wirklich berühren zu können.“
Mit einer solcherart poetischen Sprache beschreibt Giordano das Schicksal zweier Menschen – Alice, die als Kind an einem Wintertag die Lust zu leben und das Vertrauen in die Menschen verliert und Mattia, der seine sechsjährige Zwillingsschwester verliert, weil er ein einziges Mal nicht auf sie aufpassen möchte.



Cover Paolo Giordano „Die Einsamkeit der Primzahlen“
Sieben Jahre später treffen diese beiden zutiefst verletzten und traumatisierten jungen Menschen aufeinander und werden wie von Zauberhand voneinander angezogen. Sie kommen einander näher, schaffen es aber wie die oben genannten Paare von Primzahlen nicht, sich ganz nahe zu kommen.
Mit einer sowohl klaren als aber auch magisch-betörenden Sprache geht diese Geschichte zu Herzen, manche Passagen möchte man abschreiben, um sie bei sich zu tragen – und kann es nicht fassen, dass der Verfasser dieser unglaublichen Lebensweisheiten, Melancholie und tröstenden Worte erst 25 Jahre alt sein soll. Ein Autor, der, mit diesem 2009 erschienenen Roman, auf genialste Art Literatur und Naturwissenschaft vereint.

Martina Hamacher (1/2010)


Sie finden dieses Buch im Belletristik-Regal unter Zba Gior.